Goemon5: The Celtic Ninja Blog
Goemon
Goemons Gruseliges Tagebuch

In dieser Ecke werde ich in unregelmäßigen Abständen (sobald ich eine Eingebung habe und über die Zeit verfüge dieser zu folgen) markante Erlebnisse meines bescheidenen Lebens niederschreiben.

 Die zeitliche Abfolge folgt übrigens den geologischen Regeln: die ältesten Daten befinden sich im liegenden (unten) und da die Geschichten teilweise aufeinander aufbauen, sollten sie von unten nach oben gelesen werden.
Texte von 2006 und 2007 befinden sich hier.

Q1/2 2006 Q3/4 2006 Q1/2 2007 Q3/4 2007 Q1/2 2008 Q3/4 2008 2009
Samstag

19.9.2009

Augen auf!

Bob Thirsk ist Astronaut. Das ist weder tragisch noch besorgniserregend, aber jüngste Ereignisse haben mich jener Person näher gebracht. Zumindest im Geiste, rein physisch betrachtet ist er momentan vermutlich verdammt weit entfernt. Wir hatten dennoch viel Spaß zusammen und das kam so:

Als Absolvent der Schulich School of Engeneering gehört Bob Thirsk sozusagen zum Alteisen der University of Calgary. Und da er gerade in der internationalen Raumstation ISS um die Erde rudert und wir ihn alle so sehr lieb haben, beschlossen unsere Ingeneure ihm eine Nachricht zu schicken. Da die DHL mit ihrem Raumfahrtprogramm aber tierisch hinterherhinkt, mussten wir kurzfristig umdisponieren. Unsere Ingeneure sind ja nicht unklug und organisierten ein großes Fernsende-Spektakulum mit Studentenbeteiligung.

Also versammelten wir uns gegen fünf Uhr nachmittags auf einem gemütlichen Feld nahe Calgary und studierten eine höchst anspruchsvolle Choreographie ein. 300 Partizipanten bekamen je eine lauschige Ecke in dem großen Raster und ein Batteriefeld mit superhellen LEDs. Nachdem die ISS sich endlich bequemte am Nachthimmel aufzutauchen, morsten wir eine kurze Botschaft gen Raumstation. Bob hat sie wohl halbwegs verstanden, zurückgemorst hat er aber nicht. Naja, mussten wir uns halt selbst unterhalten und probierten dann noch weitere lustige Figuren aus, die in dem Video auch ganz gut rüberkommen.

Auf der internen Skala für Wichtigkeit rangiere ich übrigens ganz oben. Nicht das das wichtig wäre, aber es verleiht mir doch ein wenig Selbstsicherheit. Es gab halt Leute mit LEDs die an beiden Leuchtworten beteiligt waren, Leute die nur ein Wort mitbilden durften und Lückenfüller die nur im Morsecode Beschäftigung fanden. Ach ja, dann gab es noch die Totalpleppos, die zu spät kamen und daher ohne LED-Feld auskommen mussten. Aber die waren auch wichtig. Wurde ihnen zumindest so vermittelt. Immerhin durften sie mit Krepppapier-Fähnchen herumwedeln. Wenn das mal nix is.

Tagebuch


FolkAlley